FAQ

Was soll man nach einem Unfall tun?


Das Wichtigste nach einem Unfall ist, "Ruhe zu bewahren!". Lassen Sie sich nicht durch den Unfallgegner, Polizei, Zeugen oder Versicherungen einschüchtern. Beauftragen Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens und achten Sie auf Einschaltung eines qualifizierten unabhängigen Sachverständigen. Für den Fall, dass Sie die wichtigsten Punkte immer dabeihaben, einfach den handlichen Unfallpass herunterladen oder ausdrucken!




Die gegnerische Versicherung hat mich angerufen und möchte sich den Schaden anschauen?


Die Versicherungen haben eigene Sachverständige in deinem Wohnort, die von den Vorteilen und Provisionen profitieren, damit die Reparaturkosten in Rahmen bleiben. Somit profitiert jeder, nur nicht der Unfallgeschädigte. Deshalb engagieren Sie einen Sachverständigen Ihres Vertrauens. Wir bieten ihnen das Du an und beraten Sie kostenfrei vor Auftragserteilung.




Wer trägt die Gutachterkosten?


Bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall trägt grundsätzlich der Schädiger bzw. seine eintretende Haftpflichtversicherung auch die Kosten des Kfz-Sachverständigen, da nach ständiger Rechtsprechung des BGH die Kosten für ein Gutachten zum Schaden zählen, der dem Geschädigten zu ersetzen sind.




Was wird von der Versicherung bezahlt?


Als Unfallgeschädigter habe Sie grundsätzlich Anspruch darauf, dass Ihnen die im Zusammenhang mit dem Unfall entstehenden Kosten vom Schadensverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherung erstattet werden. Folgende Kosten sind erstattungsfähig: - Bergen / Abschleppen - Freie Wahl der Reparaturwerkstatt - Schadenfeststellung durch einen Kfz-Sachverständigen - Ihre Mobilität während des unfallbed. Fahrzeugausfall (bzw. Nutzungsausfall) - Totalschaden - Personenschaden - Anwaltliche Beratung und Vertretung




Gegnerische Versicherung schlägt einen Gutachter vor?


Der Unfallgeschädigte ist immer gut beraten, wenn er auf einen unabhängigen Sachverständigen zugreifen kann. Die gegnerische Versicherung schlägt in fast allen Fällen eigene Sachverständige vor, die den Wert nicht unvoreingenommen bewerten. Hierbei ist man bei einen unserer unabhängigen Sachverständigen gut beraten, die neben den reinen Blechschaden auch die Wertminderung und den anfallenden Nutzungsausfall sicherstellen.




Woran erkenne ich einen fachkundigen und kompetenten Sachverständigen?


Der Geschädigte sollte zunächst darauf achten, dass der Sachverständige Kfz-Meister oder Ingenieur der Fahrzeugtechnik ist. Meist ist der Geschädigter nicht gut beraten, wenn der SV im eigenen Interesse einen Schaden kalkuliert, ohne nach dem genaueren Unfallhergang sich zu fragen. Meist ist hierbei zur Vorsicht geraten, da für ein korrektes Gutachten ein genauerer Blick geworfen werden muss.





Begriffserklärungen

130% Regel


Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert um maximal 30%, kann der Geschädigte das Fahrzeug dennoch reparieren lassen, solange er das Fahrzeug weiterhin nutzt und die Reparatur fachgerecht durchführen lässt.




Bagatellschaden


Als Bagatellschaden wird ein Blechschaden bei einem Verkehrsunfall bezeichnet, der einen Mindest-Sachwert für die Aufnahme durch die Unfallaufnehmenden Behörden (Polizei) deutlich unterschreitet und keinen Personenschaden zur Folge hat.




Fahrerflucht


Fahrerflucht ist auch meist unter Unfallflucht bekannt. Es ist ein Verkehrsdelikt und wird in Deutschland gem. §142 StGB unter der Deliktsbezeichnung „unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“ geregelt. Nach dieser Vorschrift wird derjenige bestraft, der sich als an einem Verkehrsunfall Beteiligter vom Unfallort entfernt, ohne zuvor den anderen Unfallbeteiligten die Feststellung seiner Personalien ermöglicht zu haben oder hierzu wenigstens eine angemessene Zeit gewartet zu haben, sowie derjenige, der sich zwar erlaubterweise vom Unfallort entfernt hat, die erforderlichen Feststellungen aber nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht.




Fiktive Abrechnung


Man spricht von Abrechnung auf Gutachtenbasis von einer fiktiven Abrechnung. Als Basis der Abrechnung bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall bietet sich insoweit das Sachverständigengutachten eines unabhängigen Sachverständigen an. Die Schadensabrechnung erfolgt sodann nicht auf einer konkreten Reparaturkostenrechnung, sondern eben im Rahmen der fiktiven Abrechnung, nach Maßgabe des Sachverständigengutachtens.




Haftpflichtschaden


Im Haftpflichtschadensfall ist der Unfallverursacher verpflichtet, dem Unfallopfer gemäß § 249 BGB den entstandenen Schaden zu ersetzen, den er unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgeschädigte ist so zu stellen, wie vor dem Unfall - nicht mehr und nicht weniger. Im Haftpflichtschadenfall tritt kraft Gesetzes an die Stelle des Schädigers die Haftpflichtversicherung des Unfallbeteiligten (§ 3 Pflichtversicherungsgesetz). Beim Haftpflichtschadensfall werden Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Hiervon klar zu unterscheiden, sind vertragliche Ansprüche aus der eigenen Kaskoversicherung.




Kasko


Die Kaskoversicherung ist eine Versicherung gegen Schäden am Fahrzeug des Versicherten. Sie kommt für die Zerstörung, Beschädigung oder den Verlust des Fahrzeugs (Auto, Boot) auf. Bei den Autoversicherungen unterscheidet man die Teilkasko - und die Vollkaskoversicherung. Im Gegensatz etwa zur Kfz - Haftpflichtversicherung ist die Kaskoversicherung in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Pflichtversicherung. Auf die Bootskasko wird hier nicht weiter eingegangen.




Kaskoschaden


Im Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst verschuldeten Unfall gemäß den Versicherungsbedingungen Anspruch auf Ersatz der unfallbedingten Schäden. Es handelt sich hier ausschließlich um vertragliche Ansprüche, die streng zu trennen sind von den Schadenersatzansprüchen im Haftpflichtschadensfall. Die Höhe der Ersatzleistung richtet sich stets nach den Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). In der Regel hat der Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung zu tragen.




Nutzungsausfall


Der Geschädigte, der kein Ersatzfahrzeug anmietet, hat grundsätzlich Anspruch auf Geldentschädigung im Sinne gem. § 249 Abs. 2 BGB für die Entziehung der Nutzungsmöglichkeit seines beschädigten Pkws. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung bemisst sich u. a. nach der Reparaturdauer. Der konkrete Tagessatz kann bspw. aus der Nutzungsausfallentschädigungstabelle "Sanden, Danner, Küppersbusch" entnommen werden. Der Kfz-Sachverständige wird im Schadengutachten die technische Einordnung des Fahrzeuges für den Nutzungsausfall vornehmen.




Restwert


Zur Definition des Restwertes hat der BGH bereits am 04.06.1993 entschieden, dass der Geschädigte bei Ausübung der Ersetzungsbefugnis gem. § 249 Abs. 2 BGB die Veräußerung seines beschädigten Kraftfahrzeugs grundsätzlich zu demjenigen Preis vornehmen darf, den ein von ihm eingeschalteter unabhängiger Sachverständiger als Wert auf dem allgemeinen Markt ermittelt hat. Auf höhere Ankaufpreise spezieller Restwertaufkäufer muss der Geschädigte sich in aller Regel nicht verweisen lassen. Den Restwert ermittelt ein unabhängiger Sachverständiger unter Berücksichtigung des konkreten Schadenbildes und regionaler Marktgegebenheiten. (Siehe auch BVSK Restwertrichtlinie.)




Schaden


Schaden ist jeder materielle oder immaterielle Nachteil, den eine Person oder Sache durch ein Ereignis erleidet. Die Begriffe Schädigung und Beschädigung stehen dabei sowohl für das Zufügen beziehungsweise Erleiden eines Schadens wie auch Synonym für den Schaden selbst. [1]




Totalschaden


Von einem Totalschaden spricht man, wenn die Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges entweder nicht möglich (technischer Totalschaden) oder unwirtschaftlich ist (wirtschaftlicher Totalschaden). Der Anspruch auf Wiederherstellung verwandelt sich dann in einen Anspruch auf Geldersatz. Technischer Totalschaden liegt vor bei völliger Zerstörung des Fahrzeugs oder bei Unmöglichkeit der Reparatur aus technischen Gründen. Der wirtschaftliche Totalschaden liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht mehr von Reparaturwürdigkeit gesprochen werden kann. Von einem unechten Totalschaden spricht man, wenn dem Geschädigten die Reparatur nicht zugemutet werden kann, obwohl die Summe aus Minderwert und Reparaturkosten geringer ist als die Differenz zwischen Wiederbeschaffung und Restwert.




Unfall


Ein Unfall ist ein plötzliches, zeitlich und örtlich bestimmbares und von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine natürliche Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt wird.




Unfallfrei


Der Begriff ‚Unfallfreiheit‘ oder ‚unfallfrei‘ wird im Kraftfahrzeughandel einheitlich verwendet. Er besagt, dass ein Fahrzeug keinen Schaden erlitten hat, der als erheblich anzusehen ist. Die Erheblichkeit eines Schadens bestimmt sich nach der Verkehrsauffassung, die nur geringfügige, ausgebesserte Blechschäden und ‚Schönheitsfehler‘ aus dem Begriff der Unfallfreiheit ausklammert.




Wertminderung


Der Minderwert ist ein erstattungsfähiger Schaden, der damit begründet wird, dass ein Unfallwagen im Falle eines späteren Verkaufs einen geringeren Erlös erzielen kann, als Fahrzeuge ohne Vorschäden. Der Minderwert wird durch einen unabhängigen Sachverständigen im Gutachten gesondert ausgewiesen. Auch bei älteren Fahrzeugen kann ein merkantiler Minderwert anfallen.




Wiederbeschaffungswert


Der Wiederbeschaffungswert ist der Wert, den der Geschädigte für ein vergleichbares Fahrzeug bei einem seriösen Händler bezahlen muss. Der Sachverständige berücksichtigt bei der Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes alle wertbildenden Faktoren sowie die örtliche Marktlage des Geschädigten.





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